Bewegung und moderates Krafttraining

Kniearthrose – Was gegen Schmerzen hilft

Bonn, 07.05.2019 Knirschende Knie, Schmerzen beim Treppensteigen, Gelenksteifheit am Morgen – eine mögliche Erklärung für die zunehmende Beeinträchtigung der Beweglichkeit sind Abnutzungserscheinungen am Gelenkknorpel, im Fachjargon Arthrose genannt. Besonders häufig ist das Kniegelenk betroffen. Trotz zum Teil erheblicher Schmerzen sollte man den Veränderungen nicht durch Schonung, sondern durch Bewegung begegnen. Daneben kann auch moderates Krafttraining sinnvoll für Schmerzgeplagte sein.

Rat des Arztes einholen

Bei anhaltend schmerzenden Knien sollte man einen Arzt, am besten einen Orthopäden, aufsuchen. Je eher eine Arthrose diagnostiziert und die Behandlung begonnen wird, desto höher ist die Chance, größere Schäden am Gelenk und dauerhafte Schmerzen zu mildern. Immer häufiger empfehlen Orthopäden bereits in einem frühen Stadium der Arthrose eine Therapie mit Hyaluronsäure. Aus gutem Grund: Hyaluronsäure ist ein wichtiger Bestandteil der Gelenkflüssigkeit, die als Schmiermittel des Gelenkes dient und für die Nährstoffversorgung des Knorpels wichtig ist. Man weiß, dass sich infolge der Arthrose die Gelenkflüssigkeit verändert und die Konzentration der Hyaluronsäure abnimmt. Das Gelenk wird dadurch weniger gut geschmiert, Bewegungen werden schlechter gedämpft und der Knorpel weniger gut geschützt. Eine Therapie mit Hyaluronsäure, die direkt in das Kniegelenk gespritzt wird, kann dem entgegenwirken. Hochmolekulare, also zähflüssige Hyaluronsäure, zeigt hier besonders gute Effekte und eine lange Schutzwirkung. Zudem regt sie die Produktion körpereigener Hyaluronsäure an und trägt damit nachhaltig zur Besserung der Gelenkschmerzen bei.

Bewegen ohne zu belasten!
Solange die Beschwerden es zulassen, ist regelmäßige schonende Bewegung das A und O: Dadurch bildet sich Gelenkflüssigkeit (Synovia), verteilt sich im Gelenk und wirkt wie ein Schmierstoff. Sie dient aber auch der Versorgung mit Nährstoffen und dem Abtransport von Abfallstoffen. Da das Knorpelgewebe nicht über Blutgefäße verfügt, ist es auf diese Art der Versorgung angewiesen. Jedes Beugen und Bewegen tut also gut, vorausgesetzt das Knie wird nicht zu sehr belastet. Daher empfehlen sich gelenkfreundliche Aktivitäten wie Schwimmen, Wandern oder Radfahren.

Moderates Krafttraining gibt Stabilität
Wichtig ist es zudem, die Muskeln zu kräftigen, um das Gelenk zu stabilisieren. Entgegen früherer Annahmen profitieren auch ältere Menschen jenseits der 70 von einem gezielten Training. Zwar verlieren Ältere jährlich 6 Prozent ihrer Muskelmasse, aber auch Ältere können laut aktueller Untersuchungen einen wesentlichen Muskelzuwachs durch Krafttraining erzielen. Durch den Aufbau vor allem des Kniestreckers lassen sich Schmerzen und Funktion von Patienten mit Kniegelenkarthrose nachweislich verbessern. Ein gestärkter Kniestreckmuskel gibt dem Kniegelenk die entlastende Führung. Sinnvoll ist eine professionelle Anleitung, zum Beispiel durch einen Physiotherapeuten, der die richtige Ausführung sowie geeignete Intensität der Übungen überwacht.

Kostenloser Ratgeber
Die Broschüre „Kniearthrose – Therapie und Schutz der Gelenke“ vom Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz BGV zeigt auf, wie Patienten ihr Schicksal mit der richtigen Mobilisierung und Behandlung lenken können. Kostenloser Download auf www.bgv-kniearthrose.de