Wie können Sie Ihren Gelenkknorpel schützen?

Verschleiß und Abnutzung sind natürliche Prozesse, die keiner von uns komplett verhindern kann. Aber wir können die Voraussetzungen für die Gesunderhaltung unserer Gelenke und des Knorpelgewebes verbessern, indem wir die Gelenke vor übermäßiger Belastung schützen und für eine gute Nährstoffversorgung des Knorpelgewebes sorgen.

auremar_Fotolia

Treiben Sie Sport. Übertriebener Ehrgeiz ist jedoch fehl am Platz. Sobald die Gelenke schmerzen, müssen Sie die Belastung reduzieren.

Bedeutung von Bewegung

Durch regelmäßige Bewegung fördern Sie die Bildung von Gelenkschmiere und bringen den Knorpelstoffwechsel auf Trab. Das heißt, die in der Gelenkflüssigkeit vorhandenen Nährstoffe werden vom Knorpel aufgenommen und Abbaustoffe herausgeführt. Sobald Sie z. B. beim Sitzen, Hocken oder Stehen längere Zeit in einer Position verharren, wird die Knorpelschicht an einer Stelle extrem belastet und verliert Gelenkflüssigkeit. Daher der Tipp: Verändern Sie immer wieder die Sitzposition, strecken und beugen Sie die Knie, lassen Sie die Beine baumeln, stehen Sie möglichst oft auf und gehen Sie herum.

Außerdem sollten Sie regelmäßig Sport treiben. Geeignet sind gelenkfreundliche Sportarten wie Schwimmen, Nordic Walking, Radfahren und Gymnastik im Wasser. Starke Belastungen wie Springen und schnelle, abrupte Bewegungen mit Richtungswechsel, wie sie bei vielen Ballsportarten und beim Skifahren vorkommen, sind für bereits vorgeschädigte Kniegelenke weniger empfehlenswert.

Bedeutung von Ernährung

Picture-Factory_Fotolia

Achten Sie auf Ihr Körpergewicht. Wenn Sie zu viel auf die Waage bringen und Ihr Gewicht dauerhaft reduzieren wollen, sollten Sie Ihre Ernährung umstellen: wenig Fett, viel frisches Obst, Gemüse und Salate.

Die Ernährung spielt für unser gesamtes Wohlbefinden und unsere Gesundheit eine wesentliche Rolle. Wenn Sie auf eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung achten und viel Obst und Gemüse essen, dann dient dies auch der Gesunderhaltung von Knorpel und Gelenken. Einen günstigen Einfluss auf den Knorpel- und Knochenstoffwechsel haben z. B. Vitamin B6, Vitamin C und Vitamin D. Von mehrfach ungesättigten Fettsäuren – insbesondere den Omega-3-Fettsäuren – weiß man, dass sie Entzündungsreaktionen abschwächen. Dies wirkt sich auch vorteilhaft auf den durch die Knorpelschädigung ausgelösten Entzündungsprozess im Gelenk aus.

Zu einer gelenkfreundlichen Ernährung gehört auch, auf das Körpergewicht zu achten. Jedes Kilo zu viel belastet die Gelenke. Sollten Sie übergewichtig sein, dann nehmen Sie eine Diät in Angriff. Unterstützung und Hilfe beim Abnehmen finden Sie u. a. bei einer Ernährungsberatung.

Ernährungsempfehlungen bei Arthrose

Allgemeine Informationen zur vollwertigen und ausgewogenen Ernährung finden Sie bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung: www.dge.de

Vitamin-B6-Quellen sind z. B. Lachs und Makrele, Walnüsse, Avocado, Banane, Weizenkleie, Linsen und Kichererbsen.

Gute Quellen für Omega-3-Fettsäuren sind z. B. Hering, Thunfisch, Aal, Lachs, Leinöl, Walnussöl und Rapsöl.

Bedeutung einer frühzeitigen Behandlung

Africa Studia_Fotolia

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt den Therapieplan genau erklären und fragen Sie nach, wenn Ihnen etwas unklar ist. Je besser Sie Bescheid wissen, desto selbstverständlicher ist die Therapietreue.

Unser Körper signalisiert uns, wenn er überlastet ist. Ein ganz deutliches Alarmsignal sind Schmerzen. Wenn Sie Beschwerden in den Knien haben, Bewegungen und Belastungen wehtun, dann sollten Sie sich ärztlich untersuchen lassen. Eine frühe Behandlung der Arthrose erhöht die Chancen, dass die Bewegungsfähigkeit des Gelenkes lange erhalten bleibt, Sie keine gravierende Schmerztherapie benötigen und ein operativer Eingriff nicht erforderlich wird.

Bedeutung der Therapietreue

Sie sollten sich immer bewusst machen, dass der Erfolg jeder Therapie ganz entscheidend von Ihrem Mitwirken abhängt. Man bezeichnet dies u. a. als Therapietreue bzw. mit den Fachbegriffen Compliance oder Adhärenz. Im Falle einer Behandlung der Kniearthrose bedeutet Therapietreue u. a., dass Sie als Patient die Ihnen vom Physiotherapeuten gezeigten Bewegungsübungen regelmäßig durchführen, die verordneten Medikamente gewissenhaft einnehmen und ggf. Ihre Ernährung umstellen, um Gewicht zu reduzieren.

Wenn Fragen zum Therapieablauf auftauchen oder die Therapie nicht den erhofften Erfolg zeigt, sollten Sie sich nicht scheuen, Ihren Arzt darauf anzusprechen. Sie sollten sich immer gut informiert, aufgeklärt und verstanden fühlen. Das sind wesentliche Voraussetzungen für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ihrem Arzt – ganz im Sinne Ihrer Gesundheit.

Weiter: Links & Adressen

BGV Info Gesundheit e.V. • Heilsbachstr. 32 • 53123 Bonn • E-Mail: info(at)bgv-info-gesundheit.de

Kontakt Sitemap Impressum